Ich Liebe Dich © 2026 Kay Roedel
Die Worte brennen heiß in meiner Brust,
ich halte sie gefangen, wohl bewusst.
Du stehst so nah, ich spür dein leises Atmen,
und stehe wie gelähmt, gefangen in meinem Schatten.
Mein Herz schreit auf, es reißt an seinen Ketten,
es brüllt: „Sag ihr: Ich liebe dich!", um sich zu retten.
Doch meine Lippen formen keinen Laut,
ich bin der Feigling, der sich selbst nicht traut.
Du lachst mich an, für dich ist alles gut,
ich öffne meinen Mund, ich schöpfe Mut.
Drei Worte, schwer wie Blei, bereit zum Klingen,
doch statt zu sprechen, muss ich mit mir ringen.
Ich steh dir gegenüber, so nah und doch so fern,
kein Wort will aus mir, ich schweige nicht gern.
In mir tobt ein Sturm, der mich zerfrisst,
mein Äußeres schweigt, das Hoffen längst vermisst.
So trag ich beides, Tag für Tag, nach Haus,
das laute Herz, das niemals kommt heraus.
Ich liebe dich, drei Worte, laut und klar,
die keiner hört, als wär ich gar nicht da.
Erschienen am am 23. Juni 2026.